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Wir füllten Mist in Kuhhörner

Artikel-3-1-246x300Das theoretische Wissen wurde uns von Philippe Frintz anhand von Tafelaufschrieben „à la Rudolf Steiner“ vermittelt Er brachte uns näher, wie man zu einem besseren Verständnis der Päparate durch Beobachtungen im Alltag gelangt Undverdeutlichte uns anhand von eindrücklichen Fotografien die Form des Lebendigen, z B die Entstehung der Mäander eines Flusslaufes Diese Spiralform nimmt auch das Wasser beim Rühren der Präparate an.
Gestärkt durch ein leckeres Mittagessen und einem Rundgang durch die Gärtnerei Willmann gingen wir über zum praktischen Teil, der Präparaterstellung Dazu stieß nun die Gruppe der Hausgärtner, welche uns tatkräftig und ohne Berührungsängste unterstützte Wir füllten Mist und gemahlenen Kiesel in Kuhhörner, Schafgarbe in eine Blase, Kamille in Därme und Löwenzahnin ein Rindergekröse. Dann vergruben wir alles an den zuvor ausgewählten Plätzen auf dem Gelände der Gärtnerei.
Wir fanden nun noch zusammen, um das Erlebte zu reflektieren und den Tag an einem Feuer ausklingen zu lassen. Nach Hause gingen wir mit der Anregung, die Augen offen zu halten für die größeren Zusammenhänge unserer alltäglichen Arbeit.  > Jahresbrief 2012 / C.G
Schafgarbe in Hirschblase

Schafgarbe in Hirschblase

Löwenzahn im Gekröse

Löwenzahn im Gekröse

Kamille in Därmen

Kamille in Därmen

Wem gehört der Boden?

Rudi Mehl und ich besuchten das Seminar, das Demeter BW in Bad Boll veranstaltet hat. Die etwa 50 Teilnehmer kamen zum Großteil aus dem Demeter-Bereich, obwohl breiter eingeladen wurde (z.B. ökologische Betriebe). Landkauf heißt Verantwortung übernehmen für NUTZUNG. Boden kann nicht produziert werden, ist keine Ware, er ist nur durch die Bewirtschaftung etwas wert. Investoren kaufen heute weltweit Land aus Misstrauen ins Finanzsystem, davon ca. 2 Mio. ha hauptsächlich zur weltweiten Energieerzeugung. In Deutschland werden pro Jahr 0,7% der Fläche verkauft, in BW nur 0,23% = 4300 ha. Der größte Teil wird angeboten von Landwirten oder Eigentümern der ersten und zweiten Generation.

Evangelische Akademie in Bad Boll

Evangelische Akademie in Bad Boll

Die Umwandlung in Siedlungsfläche beträgt immer noch 4000 ha allein in BW. Es wird erwartet, dass die Nutzfläche pro Kopf, die in 1950 51 ar war, auf 18 ar in 2050 sinken wird. Der Bedarf pro Kopf der Bevölkerung liegt bei 20 ar. Boden war früher ein Kulturgut, jetzt ist es Produktionsgut geworden. > Artikel weiterlesen