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Wir füllten Mist in Kuhhörner

Artikel-3-1-246x300Das theoretische Wissen wurde uns von Philippe Frintz anhand von Tafelaufschrieben „à la Rudolf Steiner“ vermittelt Er brachte uns näher, wie man zu einem besseren Verständnis der Päparate durch Beobachtungen im Alltag gelangt Undverdeutlichte uns anhand von eindrücklichen Fotografien die Form des Lebendigen, z B die Entstehung der Mäander eines Flusslaufes Diese Spiralform nimmt auch das Wasser beim Rühren der Präparate an.
Gestärkt durch ein leckeres Mittagessen und einem Rundgang durch die Gärtnerei Willmann gingen wir über zum praktischen Teil, der Präparaterstellung Dazu stieß nun die Gruppe der Hausgärtner, welche uns tatkräftig und ohne Berührungsängste unterstützte Wir füllten Mist und gemahlenen Kiesel in Kuhhörner, Schafgarbe in eine Blase, Kamille in Därme und Löwenzahnin ein Rindergekröse. Dann vergruben wir alles an den zuvor ausgewählten Plätzen auf dem Gelände der Gärtnerei.
Wir fanden nun noch zusammen, um das Erlebte zu reflektieren und den Tag an einem Feuer ausklingen zu lassen. Nach Hause gingen wir mit der Anregung, die Augen offen zu halten für die größeren Zusammenhänge unserer alltäglichen Arbeit.  > Jahresbrief 2012 / C.G
Schafgarbe in Hirschblase

Schafgarbe in Hirschblase

Löwenzahn im Gekröse

Löwenzahn im Gekröse

Kamille in Därmen

Kamille in Därmen

Sterne und Planeten als Teil unserer Natur

Im zweiten Seminar der diesjährigen Seminarreihe zur Vertiefung des Verständnisses für die biologisch- dynamische Landwirtschaft ging es um die Sterne und Planeten im Kosmos, zu denen auch unsere Erde, die wir bewohnen, gehört.
Philippe Frintz, Gärtnermeister in Ingersheim, führte uns in die Grundlagen der Astronomie ein, und machte uns in einem engagierten und lebhaften Vortrag mit der Rolle unseres Heimatplaneten im Sonnensystem und darüber hinaus vertraut. Ausgehend vom Polarstern betrachteten wir die verschiedenen Sternbilder und ihre Bedeutung, bis hin zu den Tierkreiszeichen, die, geozentrisch betrachtet, von der Sonne innerhalb eines Jahres durchlaufen werden.
Die Erde ist zwar Teil des Sonnensystems und kreist um selbige, doch die Erdachse ist nach dem Polarstern ausgerichtet, der außerhalb dieses Systems liegt Ein leichtes ‚Eiern‘ der Erdachse führt dazu, dass die Sonne in einem Zeitraum von etwa 25.000 Jahren einmal rückläufig durch die Tierkreiszeichen wandert; das Weltenjahr. Große Zusammenhänge wie diese veranlassten uns auch noch in den Pausen zu angeregten Gesprächen über die Komplexität der Dinge in Raum und Zeit
Weniger weit entfernt, dafür umso bedeutender für uns, ist der Mond, der ganz emsig die Erde um- rundet und dabei eine enorme Wirkung auf unser Leben hat, wie wir am Meer durch Ebbe und Flut eindrucksvoll zu sehen bekommen. Doch nicht nur das Wasser, auch die Erde, die wir bewirtschaften, und die Pflanzen, die in dieser Erde wachsen, stehen in ständigem Bezug zu den Kräften des Mondes, und darüber hinaus, des ganzen Kosmos.
Deshalb ist es für uns als Gärtner und Landwirte unerlässlich, die Sterne und Planeten als Teil unserer Natur, bzw unsere Natur als Teil des Kosmos zu begreifen Unser ganzes alltägliches Schaffen steht somit in ständigem Bezug zu Sonne, Mond und Sternen.  > Jahresbrief 2012 / D.W